Einleitendes

Unser Sternzeichen ist unser Sternzeichen, weil die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt in diesem Sternzeichen stand. Die Sonne ist der größte Himmelskörper. Sie ist für alles Leben auf der Erde verantwortlich. Sie spendet Wärme und Licht. Und repräsentiert damit das Leben an sich. Sie hat von allen Himmelskörpern den mit Abstand größten Einfluss auf der Erde. Durch sie strahlen wir. Sie stand zum Zeitpunkt der Geburt in einem bestimmten Sternzeichen. Und dadurch bekommt unser Strahlen einen bestimmten Anstrich. Eine Färbung. Eine Qualität, die nicht messbar ist, wie die Wärme oder das Licht der Sonne. Aber wer mit offenen Augen auf die Menschen schaut, der wird das wahrnehmen.

Der zweitgrößte Himmelskörper ist der Mond. Er beeinflusst Ebbe und Flut auf der Erde. Sein Einfluss ist auch messbar. Er strahlt durch Reflektion der Sonnenstrahlen. Er umkreist die Erde auf einer elliptischen Umlaufbahn, die leicht versetzt ist zu der Umlaufbahn der Erde um die Sonne. In der Astrologie repräsentiert er unsere Gefühlswelt. Also eben nicht das, womit wir strahlen, sondern das, was in uns vorgeht. Unsere innere emotionale Reflektion auf die äußeren Einflüsse. Auch er stand zum Zeitpunkt der Geburt in einem Sternzeichen und hat somit einen gewissen Anstrich, eine Qualität erhalten.

Und es gibt noch mehr Himmelskörper, die für bestimmte Eigenschaften stehen. Deren Einfluss auf der Erde nicht mehr physikalisch messbar ist. Aber astrologisch genauso eine Rolle spielen, wie der nicht messbare Anstrich der Sonne durch deren Position zwischen Erde und Sternzeichen zum Zeitpunkt der Geburt.

Lässt man einmal die Planeten und Himmelskörper außer acht, dann ist jedes Sternzeichen zu jedem Zeitpunkt des Tages erstmal irgendwo am Himmel. Die Erde dreht sich einmal pro Tag um sich selbst und damit drehen sich alle Sternzeichen einmal am Tag um die Erde herum. Vom Zeitpunkt der Geburt aus gerechnet wird in der Astrologie ein Häusersystem gebaut, das am östlichen Horizont beginnt (der Aszendent). Von dort wird der Himmel in 12 Häuser unterteilt. Jedes Haus repräsentiert einen Lebensbereich. Oder ein Thema. Eine Bühne, auf der das Sternzeichen, das eben in diesem Haus steht, stattfindet. Der Beginn des ersten Hauses repräsentiert unseren ersten Eindruck, den wir hinterlassen. Oder auch unsere Ich-Wahrnehmung. Zusammen mit dem Sonnenzeichen sind dies die beiden von außen am offensichtlichsten wahrnehmbaren Dinge, die von daher auch die größte Verbreitung in unserer Kultur haben.

Gleichzeitig bieten diese beiden für sich alleine aber nicht viel Substanz, um sich selbst kennenzulernen. Bin ich eine Waage mit Aszendent Skorpion, dann kann ich zwar schon mal anfangen, mir ein Bild zu machen. Aber es wird nicht mit sehr viel Leben gefüllt. Das Bild bleibt blass. Es bringt mich nicht sehr weit.

Erst wenn ich anfange mir auch die anderen Häuser anzuschauen, die meinen Selbstwert beschreiben (2tes), meine Art zu kommunizieren (3tes), meine Beziehung zu meiner Herkunft, zu meinen kindlichen Anteilen, meine Art mich auf Beziehungen einzulassen und so weiter, dann fange ich an ein tieferes Verständnis für mich zu bekommen.

Die Häuserspitzen stehen alle in einem Sternzeichen und bekommen so die Charakteristik, mit der sie gelebt werden. Und die Planeten stehen alle in irgendeinem Haus und bestimmen so die Bedeutung, die das Haus im eigenen Leben hat. Sie geben dem Haus ihre eigene Energie mit. Eine Qualität. Eine Qualität, die wiederum auch bestimmt ist durch das Sternzeichen, in dem dieser Planet steht. Und schließlich stehen alle Planeten in einem bestimmten Winkel zueinander und durch diesen Winkel (Aspekt) beeinflussen sie sich gegenseitig. Sie können als unzertrennbare Kumpels wirken (Konjunktion), als Kumpels, die sich gegenseitig quasi die Bälle zu spielen (Trigon), oder als eher sehr eigenständig und kaum verbunden, sondern eher Respekt und Wahrnehmung einfordernd (Opposition oder Quadrat).

Da wird das ganze dann schnell komplex und schwer verdaubar. Man muss sich damit beschäftigen. Aber wenn man anfängt es zu verstehen, öffnet sich der Zugang zu sich selbst.